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BIOGRAFIE

Frank Lloyd Wright wurde am 8. Juni 1867 in Richland Center/Wisconsin geboren. Sein Vater war Anwalt und später Priester des unitarischen Glaubens, seine Mutter war Lehrerin. Man sagt, dass seine Mutter, Anna Lloyd-Jones Frank schon früh mit Bildern von Architektonischen Wunderwerken konfrontierte, um ihm das Berufsziel eines Architekten schon von klein auf anzutrainieren. So studierte er dann auch von 1885 bis 1887 an der University of Wisconsin Ingenieurwesen. Er brach sein Studium jedoch aus Geldmangel ab, um in Chicago im Architekturbüro des von ihm bewunderten Louis Sullivan (siehe Foto rechts) zu arbeiten. Dort beschäftigte er sich vor allem mit Wohnhäusern und fing schnell an, sie eigenständig zu planen. 1889 heiratete er Catherine Tobin, mit welcher er 6 Kinder hatte. 1893 kam es zum Bruch mit Sullivan, so dass er sich mit einem eigenen Büro selbstständig machte.

Wright entwickelte schnell sein erstes Wohnkonzept der „Prairie Houses“. Er band diese perfekt in ihre Umgebungen ein und versah sie mit den für sie typischen horizontalen Fensterbändern und weit herausragenden Dachplatten. So gewährleistete er optimalen Wohnkomfort für das schwierige Wüstenklima. Er baute 49 Gebäude innerhalb von acht Jahren. Seine Architektur wurde schon in dieser Periode als wichtiges Element des „Arts and Crafts Movement“ in Amerika angesehen. Wright arbeitete immer mehr im Einklang mit der Natur, er versuchte Abstand von traditioneller Gestaltung zu gewinnen und verband organische Formen mit geometrischen Elementen.

1909 verließ er seine Frau und Kinder und reiste für 2 Jahre nach Europa. Auch dort wurde er zu einem wichtigen Impulsgerber der Architektur, so beeinflussten seine Werke der zehner Jahre unter anderem Walter Gropius und die holländische Bewegung De Stijl. Wieder in Amerika begann Wright 1911 mit dem Bau von Taliesin, einem Wohnbau mit Ateliers bei Spring Green, Wisconsin. Es wurde im Laufe der Jahre drei mal abgebrannt und immer wieder aufgebaut. Zwei Jahre später reiste er mit Antonin Raymond nach Japan um unter Anwendung eines neuartigen, erdbebensicheren Konstruktionsprinzips das Imperial Hotel in Tokio zu realisieren. 1917-1920 baute er das Barnsdall House in Los Angeles, bei dem auf ornamentale Motive der Maya-Kultur zurückgriff. Im selben Jahr ließ er sich von seiner ersten Frau scheiden. 1923 heiratet er zum zweiten mal, und lernt bereits ein Jahr später seine dritte Frau kennen. Da Wright hoch verschuldet war, übernahm die Bank sein Haus Taliesin.

In der auftragsärmeren Phase nach dem Börsencrash 1929 hielt Wright an der Princton Universität Vorlesungen, welche er auch veröffentlichte. Außerdem schrieb er mehrere Bücher, z. B. über seine Ideen zur Stadtplanung und gab auch Zeitschriften heraus. 1935-1939 entstand eine seiner genialsten Arbeiten, das Haus „Fallingwater“ in Pennsylvania, das auf einem Felsen direkt über einem Wasserfall gebaut wurde. Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise entwickelte er einen neuen Haustypus, das sogenannte „Usonian House“. Es war ein kostengünstiges flaches Einzelhaus, das er in zahlreichen Variationen ausführte. Außergewöhnliche organische Formen verwendete Wright 1956-1959 bei der Spirale des Guggenheim Museums in New York.

Frank Lloyd Wright starb am 9.April 1959 im Alter von 92 Jahren.

In Chicago wurde der 17.Oktober zum "Frank-Lloyd-Wright-Tag" ernannt.

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