AMERIKANISCHE ARCHITEKTUR
Die Amerikanische Architektur ist trotz ihrer kurzen Geschichte ungewöhnlich komplex. Es flossen viele verschiedene Baustile und Traditionen ein. Alles entsprang jedoch aus den architektonischen Strukturen der Ureinwohner, dem Pueblo, dem Hogen, dem Langhaus und dem Tipi. Durch die europäischen Einwanderer entwickelten sich bis zum 18. Jahrhundert viele verschiedene Stilrichtungen. Die Architektur zeigte sich aber in erster Linie pragmatisch. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Romantische Geist in Form verschiedener traditioneller Baustile wiederbelebt, zum Beispiel dem Neo-Griechischen Stil mit symmetrischen Säulen und der Neo-Gothik mit spitzen, krummen und asymmetrischen Formen.
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Im 19. Jahrhundert entwickelten sich mit einer außergewöhnlichen Eigendynamik deutlich abgrenzbare Stadtviertel, ohne dass es entsprechende öffentliche Bauvorschriften gegeben hätte. So trennten sich z.B. elegante Reihenhäusern von Mehrfamilienhäusern und Mietwohnungen. Außerdem änderte sich durch die Erfindung der Wolkenkratzer (Skyscraper) das Stadtbild einiger Großstädte auch in der Vertikalen. Damit war der wichtigste Beitrag der Amerikaner zur internationalen Kultur geleistet. Der erste Skyscraper wurde 1884 von Louis Sullivan, dem Idol Wrights, in Chicago errichtet.
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In den 1930er Jahren emigrierten viele europäische Architekten in die USA. Sie beeinflussten das Geschehen und es begann sich ein strenger funktionaler Ansatz zu entwickeln, der anonym und losgelöst von bestimmten Orten galt. Er wurde unter der Bezeichnung Internationaler Stil bekannt. Die wahrscheinlich einflussreichsten Architekten der Zeit waren Ludwig Mies van der Rohe und Walter Gropius, beide ehemalige Direktoren der berühmten deutschen Designerschule, dem Bauhaus, die sich nur einige Jahre früher sehr beeindruckt von Wrights Werken zeigten. In der Nachkriegszeit erreichten die Wolkenkratzer neue Höhen, gleichzeitig zeigten andere Bauwerke eine außergewöhnliche Vielfalt an Farben und dekorativen Motiven. Die Umnutzung historischer Gebäude wurde zur gängigen Praxis. Eine neue Generation von Architekten begann, sowohl alte als auch neue Elemente in ihre Bauwerke einfließen zu lassen.
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