Biografie Amerikanische Architektur Organische Architektur Guggenheim Museum Links Kontakt

BIOGRAFIE

Frank Lloyd Wright entwarf den ersten permanenten Standort für das Guggenheim Museum in New York. Er hatte die Vision eines Gebäudes, das nicht nur das geradlinige Raster von Manhattan durchbrechen, sondern auch das herkömmliche Verständnis eines Museums zerstören sollte. Dieses letzte große Werk Wrights steht im Kontrast zu seinen früheren Arbeiten, da es weniger durch Funktionalität als durch seine außergewöhnliche architektonische Form beeindruckt. Hier wurde Architektur zur Skulptur, das Gebäude konkurriert mit den ausgestellten Künstlern um die Aufmerksamkeit der Besucher. Geblieben ist jedoch sein Anspruch, ein organisches Gebilde zu erschaffen.

So windet sich eine spiralförmige Rampe im Gebäude. Die Ausstellungen beginnen immer oben. Man fährt mit dem Lift hinauf und flutet dann mit dem Besucherstrom entlang der gebauten Spirale bequem nach unten. Die Form der Spirale wurde in den dreißiger Jahren durch die Drive-In-Kultur Amerikas an Snackbars, Kinos und Tankstellen der Inbegriff der Mobilität. So wie eine Filmrolle ihre Bilder am Betrachter vorbeispult, ließ eine solche Architektur den Raum an ihm vorüberziehen. Wright hatte jedoch zunächst vor, diese für ihn gerade so moderne Form bei dem Bau einer Garage anzuwenden. Das bestätigt, dass sie eine geometrische Idealvorstellung ist, völlig unabhängig von einer möglichen Nutzung durch Autos oder Fußgänger. Die Form des Innenraums legt gleichzeitig den Maßstab des Betrachtens fest, da man vom Bild nur wenige Schritte bis zur Balustrade zurückgehen kann. Von der Distanz her gibt es also keine großen Wahlmöglichkeiten, wie es sie ja auch in einem angeräumten Künstleratelier normalerweise nicht gibt. In den Jahren 1991-1992 wurde ein Anbau vorgenommen, der die Ausstellungsfläche für die mittlerweile mehr als 8000 Exponate des Museums verdoppelte. Dennoch reicht der Platz noch immer nicht aus, deshalb wird schon an weiteren Vergrößerungen gearbeitet. Zu den ausgestellten Werken bedeutender Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert zählen Gemälde von Klee, Mondrian, Picasso und Renoir.